Die eigentliche Organisation steht in keinem Organigramm

Eine Organisationsuntersuchung im öffentlichen Sektor auf Basis menschzentrierter Analyse

„mosaiic hat eindrucksvoll gezeigt, dass erfolgreiche Organisationsentwicklung vor allem dann gelingt, wenn fachliche Exzellenz mit einer konsequenten Orientierung an den Menschen verbunden wird.“ (Projektleitung Landesbehörde)

Wenn Zusammenarbeit in Organisationen nicht gut funktioniert, wenn Entscheidungen schwerfällig werden oder Verantwortung unklar bleibt, ist der erste Reflex häufig eine Strukturänderung.
Abteilungen werden umorganisiert, Zuständigkeiten verschoben, neue Prozesse oder Gremien eingeführt.
Das kann sinnvoll sein. Aber es greift nur dann, wenn die Veränderung an den tatsächlichen Ursachen der Probleme ansetzt. Der Blick auf die formale Organisation reicht dafür oft nicht aus. Sie beschreibt, wie Zusammenarbeit geplant ist. Die tatsächliche Organisation zeigt sich dort, wo Arbeit wirklich stattfindet – in Aufgaben, Abläufen, Übergaben, Abstimmungen, Routinen, Erwartungen und informellen Regeln.

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Genau hier setzt unser menschzentrierter Ansatz zur Organisationsgestaltung an

Bei einer Organisationsuntersuchung in einer Landesbehörde begegneten uns Themen wie unklare Prozesse an den Schnittstellen, Überlastung und Frustration, Skepsis wegen wiederholter Reorganisationen.

Von Anfang an haben wir nicht nur die Frage in den Mittelpunkt gestellt, welche Probleme vorliegen – sondern warum diese im Arbeitsalltag immer wieder entstehen.

Um dieses Ursachenverständnis zu gewinnen, gehen wir dorthin, wo Arbeit wirklich stattfindet.

Durch kontextuelle Tiefeninterviews mit den betroffenen Mitarbeitenden erarbeiten wir uns ein systematisches Verständnis der realen Arbeitssituationen:

  • Welche Aufgaben werden tatsächlich erfüllt?
  • Wo entstehen Hindernisse?
  • Welche Informationen fließen, welche nicht?
  • Welche Übergaben funktionieren nicht?
  • Welche unausgesprochenen Erwartungen, Routinen oder gewachsenen Arbeitsweisen prägen die Zusammenarbeit?

In der Analyse zeigte sich: Die vorliegenden Probleme waren nicht einfach auf eine unpassende Aufbauorganisation oder fehlende Regeln zurückzuführen. Die Ursachen lagen tiefer – in unterschiedlichen Rollenverständnissen, fehlender gemeinsamer Entscheidungslogik, verschiedenen Sichten auf Verantwortungsübernahme, festgefahrenen Konflikten in der Zusammenarbeit und Unsicherheiten durch frühere Umstrukturierungen.

Die Lösungsrichtung zielte deshalb nicht auf eine weitere Reorganisation. Stattdessen ging es um:

  • eine gemeinsam getragene Zuständigkeitslogik
  • ein klares Rollen- und Verantwortungsmodell
  • erfüllbare Mindestanforderungen an Übergaben
  • die Wiederbelebung verbindlicher Kommunikationsformate.

Viele Symptome ähneln sich von Organisation zu Organisation. Für gezielte Veränderung reicht es jedoch nicht, bekannte „Rezepte“ anzuwenden und Standardlösungen über eine Organisation zu stülpen. Was in einer Organisation funktioniert, muss in einer anderen noch lange nicht greifen.

Entscheidend ist, die Ursachen hinter den Symptomen zu verstehen.

Für uns ist das der Kern menschzentrierter Organisationsgestaltung:

Nicht nur verstehen, was nicht funktioniert.
Sondern verstehen, warum es nicht funktioniert.

Organisationsentwicklung beginnt, wenn man die Realität des Arbeitsalltags versteht. Eine theoretisch noch so gute Struktur hilft wenig, wenn sie an den tatsächlichen Arbeitsbedingungen vorbeigeplant wird.

Wie erleben Sie das in Ihrer Organisation: Wird bei Veränderungsbedarf zu schnell über Struktur gesprochen — und zu wenig über die tatsächliche Arbeitspraxis?

Kontaktieren Sie uns gerne für ein Gespräch!